Haderbuch Groß-Winternheim 1490-1502 

Bl. 264

12.08.1501  / Donnerstag nach Laurentius

Transkription

lut jr clag / diß iʃt gelengt zuʃch(e)n beyden partÿen
an das nehʃt gericht zu allem recht(en) als diß tags

erk(ann)t Jtem peter finth hat erkant Johanneʃen vnnʃers
gerichts ʃchriber ij gld zuʃch(e)n martini nehʃt
kunfftig vßzuricht(en)

erf(olg)t Jtem mat(is) von ʃtauffenb(er)g erfolgt henn belling(en)
vfs buch

erk(ann)t Jtem geyßpeßheyme(r)s diel erk(enn)t cleʃgin beckern(n)
xj alb vnd ij gld zuʃch(en) dem nehʃt(en) ʃanct
martins tag vßzuricht(en)

p • b • Jtem cleßgin weber hat pfand beret vff hetzeln
dem alt(en)

Jtem pet(er) finth ʃchuldiget henchen gerhart knebels
pet(er) fint des Schult(heiß) knecht als er pet(er) finth wer nehʃt
des Schult(heiß) knecht von burg her vß gang(en) vnd gefarn wer hengen
zu jme komen oben an gaůwelßheim vnd nit
vil wort mit jme geteylt jne geʃlag(en) vnd
gewúnt alʃo das er nit wolt nehmen x gld
das er wider der glich ʃoͤll geʃlag(en) werd(en) • das heng(in)
jme alʃo geʃlag(en) hett ʃchedt jme x gld /
Daruff heng(in) hat ʃchub ʃich vff antwort zubedenck(en)
ad p(ro)x(imu)m judiciu(m)

erk(ann)t Jtem Contz beheme(r) erk(enn)t Steffans petern von
ober jng(elheim) vj alb iij hlr zuʃch(en) michaelis
nehʃtkunfftig vßzůricht

erk(ann)t Jtem Bartolmus bender erkent ʃteffans petern(n) iiij alb
zuʃch(en) michaels nehʃt komen vß zuricht(en)

Übertragung

gemäß ihrer Klage. Das ist verschoben worden bis zum nächsten Gerichtstag.

Peter Finthen hat anerkannt, Johannes, unserem Gerichtsschreiber, 2 Gulden bis kommende Martini zu bezahlen.

Mathis von Staufenberg hat seinen Anspruch eingeklagt gegen Henne Belling gemäß dem Buch.

Diel Geißpisheimer erkennt an, Clesgin Becker 11 Albus und 2 Gulden bis Martini zu zahlen.

Clesgin Weber hat Pfänder benannt gegen Hetzel den Alten.

Peter Finthen beschuldigt Hengin, den Knecht von Gerhard Knebel dem Schultheißen: Als er, Peter Finthen, neulich aus der Burg herausgegangen und gefahren sei, da sei Hengin zu ihm gekommen oben bei Gaulsheim und hat nicht viele Worte mit ihm gemacht, sondern ihn geschlagen und verwundet, so dass er nicht 10 Gulden nehmen wollte, wenn er dafür wieder geschlagen würde. Das Hengin ihn so geschlagen hat, das schade ihm 10 Gulden. Darauf erhält Hengin Aufschub bis zum nächsten Gerichtstag, um die Antwort zu bedenken.

Contz Beheimer erkennt an Peter Steffan von Ober-Ingelheim 6 Albus 3 Heller bis kommende Michaelis zu zahlen.

Bartholomäus Bender erkennt an, Peter Steffan 4 Albus bis Michaelis zu zahlen

Registereinträge

ad proximum (judicium)   –   Albus (alb)   –   Antwort (antworten)   –   Becker, Clesgin   –   Beheimer, Contz   –   Belling, Henne   –   Bender, Bartholomeus   –   Buch (Gerichtsbuch)   –   Burg   –   Erfolgnis (erfolgen)   –   Erkenntnis (erkennen)   –   Finthen, Peter von   –   Gaulsheim (Ort)   –   Geißpisheimer, Diel   –   Gericht (Winternheim)   –   Gulden (fl)   –   Heller (hlr)   –   Hengin (Knecht)   –   Hetzel, N. N.   –   Johannes (Gerichtsschreiber)   –   Knebel, Gerhart   –   lengen (Gerichtstermin)   –   Martinstag (Martini)   –   Michael (Michaelis)   –   Ober-Ingelheim (Dorf)   –   Partei   –   Pfand (Unterpfand)   –   Schaden   –   schlagen (Schlägerei)   –   Schub   –   Schultheiß (Ober-Ingelheim)   –   Staufenberg, Mathis von   –   Steffan, Peter   –   Weber, Clesgin   –