Das Ober-Ingelheimer Haderbuch 1518-1529 

Bl. 275

11.03.1529  / Donnerstag nach Letare

Transkription

vor zwenntzigk alb •

Erf(olg)t Jdem Erf(olgt) jeckel clehe vor xxxiij ß

Erf(olg)t Jdem Erf(olg)t Erckers guͤden vor zehen
ß

Erf(olg)t Jtem henn heʃʃlich vonn Appenheim erf(olgt)
Mechteln Steffann vo(n) hatthenheims huʃf(rau)
vor xvj alb

Erf(olg)t Jtem Michel hanns Erf(olgt) hans von eychenn
vor ein fl

Erf(olg)t Jtem her Steffann philmūtt erf(olgt) hen peffern
vor ein fl gelts

Erf(olg)t Jdem Erf(olgt) jorg leyendecker vor neūn ß

Erf(olg)t Jdem Erf(olgt) hans Smeden vor vij ß

Jtem hanns vonn Elsūff ʃchuldigett laure(n)tz
kūnd zūge- kanckernn / vmb kundʃchafft der warheit
ʃprochenn vnnd ʃagtt war aūch jm laurentzen
hans vonn wiʃʃentliche ʃeÿ das jacob von wolßheim
elßoff geg(en) jerlicher gultenn vnuerʃcheidlich jme gn(an)t(en)
jacob von laurentze(n) vnnd peter bendern geb • dar-
wolffsheim ūmb dan dißer krieg etc vnd das ʃoliche
gūlte zum halbenn theyll von peter
bendernn vff philmūts hen ʃelig(en) ʃeyn
des clagers vorfar verweÿʃt vermoge
eyns verkaufften haūß ) Bith ene an-
zuhalt(en) ʃein wißens dauon zūsag(en) aūch
ʃein brieffe vnnd regiʃter daruber halt(en)
der warheytt zuʃtūer herußer zuthūn vnd jn
recht jn züleg(en) ) teʃt(is) volt obedire )

1 h Jtem Martenn peff(e)r Ex p(a)rte eccl(es)ie 1 h vff cles vo(n) meng
erʃcheÿtt vnd wigannt kerchern vor vor v ß hlr
vnuerʃcheydlich vnd vff ʃoliche vnd(er)phande

1 h Jdem 1 h vff cles han vor xj lb oleÿ vnd ʃoliche
vnderphannde

Übertragung

auf 20 Albus.

Derselbe verklagt Jeckel Klee auf 33 Schilling.

Derselbe verklagt Gude Ercker auf 10 Schilling.
Henne Heßlich von Appenheim verklagt Mechtel, die Frau von Stephan von Hattenheim auf 16 Albus.

Hans Michel verklagt Hans von Eichen auf 1 Gulden.

Herr Stephan Fulmot verklagt Henne Pfeffer auf 1 Goldgulden.

Derselbe verklagt Jorg Leiendecker auf 9 Schilling.

Derselbe verklagt Hans Schmied auf 7 Schilling.

Hans von Elsoff beschuldigt Lorentz Kancker wegen einer wahrheitsgemäßen Zeugenaussage. Und er sagt, dass Lorentz wisse, dass Jacob von Wolffsheim eine unaufgeteilte jährliche Gülte an ihn, den genannten Lorentz und Peter Bender gebe, wegen der es diesen Streit gebe. Und dass diese Gülte zur Hälfte von Peter Bender an den verstorbenen Henne Fulmot, den Verwandten des Klägers verwiesen wurde wegen einem verkauften Haus. Er bittet ihn anzuhalten, sein Wissen davon zu sagen und auch seine Briefe und Register, die er darüber hat, herauszugeben und sie vor Gericht vorzulegen, um der Wahrheit zu helfen. Der Zeuge will gehorchen.

Martin Pfeffer erhebt für die Kirche die 1. Klage gegen Clese von Mengerschied und Wigand Kercher wegen 5 Schilling Heller. Unaufgeteilt und auf die Pfänder.

Derselbe erhebt die 1. Klage gegen Clese Han wegen 11 Pfund Öl und auf die Pfänder.

Registereinträge

Albus (alb)   –   Appenheim (Ort)   –   Bender, Peter   –   Brief (brieflich)   –   ecclesia   –   Elsoff, Hans von   –   Ercker, Gude   –   Erfolgnis (erfolgen)   –   Eychen, Hans von   –   Fulmot, Henne   –   Fulmot, Stephan   –   Geld (Geld)   –   Guelte (Gülte)   –   Gulden (fl)   –   Han, Clese   –   Hattenheim, Mechtel (Mathild)   –   Hattenheim, Stephan von   –   Haus (Haus)   –   Hausfrau   –   Heischung (h) (heischen)   –   Heller (hlr)   –   Herren (Herrenstatus)   –   Heßlich, Henne (Henchin)   –   Jahr (jährlich)   –   Kancker, Lorentz   –   Kaufvorgang   –   Kercher, Wigand   –   Klee, Jeckel   –   Krieg (Streit)   –   Kunde (Kundschaft, Kundsage)   –   Kundschaft der Wahrheit   –   Leiendecker, Jorg (Georg)   –   Mengerscheid, Cles (von)   –   Michel, Hans   –   Obödienz   –   Oel (Öl)   –   Pfand (Unterpfand)   –   Pfeffer, Henne   –   Pfeffer, Martin   –   Pfund (lb)   –   Register   –   Schilling (ß)   –   Schmied, Hans   –   testis vult obedire   –   Vorfahren   –   Wahrheit (wahr)   –   Wolffsheim, Jakob von   –