Nieder-Ingelheimer Haderbuch 1521-1530 

Bl. 236v

08.03.1529  / Montag nach Letare

Transkription

ʃich der cleger ʃein Clag zemlich zubeweiʃen
erpottenn vnnd zeitt des Rechtenn

Erkennt Jtem Ackerhenn Erkenntt katherin witwe
jeckel krethenbaŭchs zwolff alb hie zwiße(n)
neheʃt Oeʃternn zubzalenn

adam kre- Jtem Adam Cremer jʃt der gult(en) vnd
mer ʃteinʃezŭng Thomas henn vrpŭttig
Th(om)as henn

<br/>

Erkenn vor Jtem jacob kleynn hens eÿdenn vnd joʃt(en)
freuel ver- henn Erkenn ʃich mit dem Schult(heiß) hie
trag zūmthu zwißenn Oeʃternn vmb zwo freuel zuutrag(en)

Jtem Cles ʃthmeit Erkennt h(errn) juʃtiniano mo(n)tz-
Erkentt jngenn Amptman der herenn zu ʃanct
Maŭricij jn meintz achtzehenn alb hie zwiß[e]n
jacobi zŭgeben

Erkentt Jtem Buben cles Erkennt gn(ann)t(em) h(errn) juʃtiniano
vbgnant zeit zŭgebenn wes ʃich von neŭn
ß hlr in ʃechs jarn vff Rechnu(n)ge
Erfintt

jŭʃtinianŭs Jdem juʃtinianŭs ʃpricht zŭ Barth winthern
Montzing(en) vor ʃechzehenn ß hlr jerlicher gŭlt(en)
p(rae)b(a)n ampt ʃieben jar vßʃtendig
der herrn zuͦ Dergleichen wil er aŭch henn winthern
ʃant Mau- zugeʃprochenn haben etc Begertt bezalunge
ricien In Mentz mit ʃampt dem coʃtenn zuerkennen
Barth wint(er) daruff haben die beclagttenn dag
hen wint(er) • ad p(ro)ximu(m) iudiciům

4 h Jtem jacob thome 4 h vff deynn cleʃen
die jme zŭthŭn erkannt vt p(rim)a

erf(olg)t • p • b •  Jtem joʃtenn henn iʃt ʃein er(folgnis) vff deyn
cleʃenn becrefft • p • b • vt moris

Übertragung

bietet der Kläger an, seine Klage geziemend zu beweisen und bekommt dafür vom Gericht Zeit.

Henne Acker erkennt an, Katherin, der Witwe des Jeckel Kretenbauch bis kommende Ostern zwölf Albus zu bezahlen.

Adam Kremer bietet an, die Gülte und Steinsetzung für Henne Thomas vorzunehmen.

Jakob Klein, Schwiegersohn des Hen, und Josten erkennen an, sich mit dem Schultheiß bis Ostern wegen zwei Frevel zu vertragen.

Clese Schmied erkennt an, Herrn Justinianus Monzingen, Amtmann der Herren von St. Mauritius in Mainz 18 Albus bis Jacobi [25. Juli] zu geben.

Clese Bube erkennt an, dem genannten Herr Justinianus, zur genannten Zeit zu geben, was sich von neun Schilling Heller in sechs Jahren auf Rechnung herausstellt.

Derselbe Justinianus fordert von Barth Winter 16 Schilling Heller als seit sieben Jahren ausstehende jährliche Gülte.

Desgleichen will er auch Henne Winter verklagt haben. Begehrt, ihm Bezahlung samt den Kosten zuzuerkennen.

Darauf haben die Beklagten Verhandlungstermin am nächsten Gerichtstag.

Jakob Thomas erhebt seine vierte Heischung gegen Clese Dein, die ihm gemäß der ersten zu tun zuerkannt wurde.

Hennee Jost ist seine Zuerkennung auf Cles Dein bestätigt worden. Pfänder sind gestellt, wie es Gewohnheit ist.

Registereinträge

Acker, Henne   –   Amtmann (Mainz)   –   Bube, Clese   –   Dein, Clese (Clesgin)   –   Eidam   –   Frevel (frevelich)   –   Guelte (Gülte)   –   Jahr (jährlich)   –   Jakobstag (Jacobi)   –   Jost, Henn   –   Klein, Jakob   –   Kremer, Adam   –   Kretenbauch, Jeckel   –   Kretenbauch, Katherin   –   Mainz (Stadt)   –   Monzingen, Justinianus   –   mos (moris)   –   Rechnung (Abrechnung)   –   Scherer, Jost (Joist, Johannes)   –   Schmied, Clese   –   St. Mauritius/Moritz (Mainz)   –   Steinsetzung   –   Thomas, Henne   –   Thomas, Jakob   –   Winter, Barth   –   Winter, Henne   –   Witwe   –