Haderbuch Groß-Winternheim 1490-1502 

Bl. 235

20.02.1500  / Donnerstag nach VAlentinus

Transkription

peter hett mecken ein pferdt abkaufft zů moͤnʃt(er)
daran wer peter noch ʃchuldig v gld das er die
jme als momper meck(en) nit geb ʃchedt jme noch
als vil / Daruff goͤtzenpeter Hat ʃchub vnd tag zům
nehʃt(en) Gericht zů antwort(en)

vff montag nach pu(r)ificacion(is)
marie

Item Jůngfrauwe elß Syferts von Swalbachs ʃeligen(n) witwe
momp(ar) wid(er)ruff(en) hat die momp(ar) ʃchafft an pet(er) bocken von partenheim wider-
momp(ar) gemacht rūff(en) vnd wider zů momp(ar) gemacht Emel erckern von(n)
niderjngelnh(eim) jr ʃchult zins vnd gult jn richs gericht jnn
zůgewynnen(n) ʃie dar jnn wes ʃie mee zůtůn hait zuu(er)gen(n)
vnd zuu(er) ʃten bis vff jrn widerruff

momp(ar) Jtem wilhelm(m) von Swalbach Hait den ʃelb(en) emeln(n) auch
zů momp(ar) gemacht ʃin ʃchult zins vnd gult in richs
gericht Inzugewynn(en) Ine zuu(er)gen vnd zuu(er) ʃten wes er dar jnn zutun
hait vff ʃin widerrůff(en)

Dornʃtag nach valentini

2 t(ag) Jtem Ocůlůs hans Hait ʃin 2 t(ag) geheyʃch(en) kund zufur(e)n
gein pet(er) fint(en) • Iʃt jme ʃin 2 t(ag) geʃtalt zu xiiij t(agen)

butig vnʃchult Jtem pet(er) finth hait ʃich das recht der vnʃchult gein
zutrag(en) cleʃg(in) beckern(n) zutrag(en) erbott(en) • jʃt jme tag geʃtalt an
das nehʃt gericht

Übertragung

Peter Gotz von Meck ein Pferd gekauft habe zu Münster. Daran sei er, Peter, noch 5 Gulden schuldig. Dass er die ihm als Bevollmächtigten von Meck nicht gebe, das schade ihm ebenso viel. Darauf hat Peter Gotz Aufschub und seinen Termin, um am nächsten Gerichtstag zu antworten.

Montag 3. Februar 1500

Jungfer Else, die Witwe von Siegfried von Schwalbach hat die Bevollmächtigung von Peter Back von Partenheim widerrufen und erneut Emel Ercker von Nieder-Ingelheim zu ihrem Bevollmächtigten gemacht, ihr die Schulden, Zinsen und Gülten im Reichsgericht zu gewinnen, was sie zu tun hat, darin zu gehen und zu stehen bis auf Widerruf.

Wilhelm von Schwalbach hat auch denselben Emel zum Bevollmächtigten gemacht, seine Schulden, Zinsen und Gülten im Reichsgericht einzuziehen, zu gehen und zu stehen, was darin zu tun ist, bis auf Widerruf.

Donnerstag 20. Februar 1500

Hans Oculus hat seinen 2. Termin gefordert, die Beweise beizubringen gegen Peter Finthen. Es ist ihm sein 2. Termin gesetzt in 14 Tagen.

Peter Finthen war bereit, den Unschuldseid gegenüber Clesgin Becker zu leisten. Es ist ihm ein Termin gesetzt am nächsten Gerichtstag.

Registereinträge

Back, Peter   –   Becker, Clesgin   –   Donnerstag   –   Ercker, Emel   –   Finthen, Peter von   –   Gericht (Winternheim)   –   Gotz, Peter   –   Guelte (Gülte)   –   Gulden (fl)   –   Heischung (h) (heischen)   –   Jungfrau (Frau)   –   Kunde (Kundschaft, Kundsage)   –   Momber (Momberschaft)   –   Montag   –   Muenster (Münster)   –   Muenster, Meck von   –   Nieder-Ingelheim (Dorf)   –   Oculus, Hans   –   Partenheim (Ort)   –   Pferd   –   Purificatio Marie   –   Reichsgericht, heiliges   –   Schub   –   Schuld (Schulden)   –   Schwalbach, Else von   –   Schwalbach, Siegfried (von)   –   Schwalbach, Wilhelm von   –   Tag (14-Tage-Frist)   –   Todesnachricht (Mensch)   –   Unschuld (unschuldig)   –   Valentinus (Datumsangabe)   –   Widerruf   –   Witwe   –   Zins (Zins)   –