Haderbuch Groß-Winternheim 1490-1502 

Bl. 215

05.09.1499  / Donnerstag nach Egidius

Transkription

erf(olg)t Jtem coͤntzgin můll(er) erf(olg)t hains heintz(en) vor xx gld
vff ʃin jnredde

momp(ar) Jtem vigilia Bartolmej hait Johan von hoenʃtein Rytz wuʃt(en)
von vdenh(eim) momp(ar) gemacht jne jn richs gericht wes er
zutun hat zuu(er)gen vnd zuuerʃten uʃq(ue) ad reuocac(i)o(ne)m

vff dornʃtag nach egidij

Jtem contz ʃwartz Quinten contz ʃmithenn als gezug(en)
butig k • kon waltmůßhuʃen haben ʃich erbott(en) zuͤgknůs zu-
zugeben(n) geben gein hen vlmern jʃt jne tag geʃt(alt) zu viij
tag(en)

Jtem pet(er) ʃpitzkopp iʃt butig kon waltmůßhuʃe(n) kunt-
ʃchafft zůgeben(n) jʃt jme wie den andern tag geʃt(alt)
zu viiij tag(en)

Jtem wentzgisheng(en) hait ʃich erbott(en) philips hert(en)
zuantw(or)t(en) iʃt jme t(ag) geʃtalt an das nehʃt ge-
richt

butig zu
antwort(en)

Jtem pet(er) von moͤnʃt(er) iʃt butig geweʃt adam Ranʃeln
zuantwort(en) iʃt jme tag geʃtalt an das nehʃt
gericht

2 t(ag) Jtem Contz ʃwartz hat ʃin 2 t(ag) geheyʃch(en) kund
zufur(e)n gein henn belling(en) • jʃt jme ʃin 2 t(ag) geʃt(alt)
zu xiiij tagen

2 h Jtem Smithen hat ʃin 2 h getan vff die muͤl von
momp(ar) ʃchafft weg(en) her joͤrig carnific(en) etc ut p(rim)a

butig zu ant Jtem pet(er) back von partenh(eim) hat als momp(ar)
wort(en) Syfert Swalbachs ʃelig(en) witwe ʃich erbott(en) henn
fruoffs zu antwort(en) jʃt jme tag geʃt(alt) an das
nehʃt gericht

3 t(ag) Jtem hen herpel hat ʃin 3 t(ag) geheyʃch(en) kund zu fur(e)n
gein cleʃg(in) beckern(n)

Übertragung

Contzgin Müller hat seinen Anspruch eingeklagt gegen Heinz Han wegen 20 Gulden. Auf Gegenrede.

Am 23. August hat Johann von Hoenstein Ritz Wust von Udenheim zu seinem Bevollmächtigten gemacht, für ihn im Reichsgericht zu tun und lassen, zu gehen und zu stehen bis auf Widerruf.

Donnerstag 5. September 1499

Contz Schwarz, Contz Quint und Henne Schmied als Zeugen von Kon Waldmannshausen waren bereit, eine Zeugenaussage zu leisten gegenüber Henne Ulmer. Es ist ihnen ein Termin gesetzt in 8 Tagen.

Peter Spitzkopf ist bereit, Kon Waldmannshausen eine Zeugenaussage zu machen. Es ist ihm ein Termin gesetzt wie den anderen in 8 Tagen.

Hengin Wentzgis ist bereit, Philipp Hirt zu antworten. Es ist ihm ein Termin gesetzt am nächsten Gerichtstag.

Peter von Münster ist bereit, Adam Ransel zu antworten. Es ist ihm ein Termin gesetzt am nächsten Gerichtstag.

Contz Schwarz hat seinen 2. Termin gefordert, um die Beweise beizubringen gegen Henne Belling. Es ist ihm seine 2. Termin gesetzt in 14 Tagen.

Henne Schmied hat seine 2. Heischung gemacht auf die Mühle in Vertretung von Herr Jörg Carnificus.

Peter Bock von Partenheim als Bevollmächtigter der Witwe von Siegfried Schwalbach ist bereit, Henne Fruhoff zu antworten. Es ist ihm ein Termin gesetzt am nächsten Gerichtstag.

Henne Herpel hat seinen 2. Termin gefordert, die Beweise beizubringen gegen Clesgin Becker.

Registereinträge

Antwort (antworten)   –   Back, Peter   –   Bartholomäustag   –   Becker, Clesgin   –   Belling, Henne   –   Beweis (beweisen)   –   Carnificus, Jörg   –   Donnerstag   –   Egidius (Egidii)   –   Einrede   –   Erfolgnis (erfolgen)   –   Fruhoff, Henne   –   Gericht (Winternheim)   –   Gulden (fl)   –   Han, Heinz   –   Heischung (h) (heischen)   –   Herpel, Henne   –   Hirt, Philip   –   Hoenstein, Johan von   –   Kunde (Kundschaft, Kundsage)   –   Momber (Momberschaft)   –   Muehle (Mühle)   –   Muenster, Peter (von)   –   Muller, Contzgin   –   Partenheim (Ort)   –   Quinten, Contze   –   Ransel, Adam (von)   –   Reichsgericht, heiliges   –   revocatio   –   Schmied, Henne   –   Schwalbach, Siegfried (von)   –   Spitzkopf, Peter   –   Swartz, Contze   –   Tag (14-Tage-Frist)   –   Todesnachricht (Mensch)   –   Udenheim (Dorf)   –   Ulmer, Henne   –   Waldmannshausen, Kon (von)   –   Wentzgis, Hengin (Henne)   –   Witwe   –   Wust, Ritz   –   Zeuge   –   zeugnis   –