Haderbuch Groß-Winternheim 1490-1502 

Bl. 214

22.08.1499  / Donnerstag octava Assumptio Marie

Transkription

pet(er) moͤnʃt(er) hait ʃchub vnd tag vonn hut zů xiiij t(agen)
zu antwort(en)

erf(olg)t p b Jtem Joͤrg flach der Iůng erf(olg)t kon von waltmůßhuʃen(n)
vffs buch vnd hait pfand vff jme beredt

erk(ann)t Jtem philips hert furdert an wentzigsheng(en) iiij gld
ʃchult / die hait jme wentzigsheng(en) erk(ann)t jn xiiij t(agen)
zugeben(n)

philips hert Jtem jdem ʃpricht zu wentzgisheng(en) wie er hett von jme
wentzg(is) heng(en) philips hert(en) huß hoiff wing(art) vnd eck(er) ʃolichs hilt
er nit jn buwe als er billich tůn ʃoͤlt das ʃchedt jme
von henchen xx gld / Daruff wentzgisheng(en)
hait ʃchub vnd tag von hut zu xiiij tag(en) zu ant-
wort(en)

erk(ann)t Jtem henn vlm(er) von bubenh(eim) erk(enn)t Sniderhen(n)
von bubenh(eim) iiɉ malt(er) korns In xiiij tag(en)

hen herpel Jtem hans Rampfůs von weg(en) Bartolmůs benders
Bartolm(us) bend(er) ließ oͤffen den zuͦʃproch von henn herpeln an jne
gelegt redt daruff ʃie zwen hett(en) mitey(n) gekutt mit
zweyn eckern alʃo hab er ʃin acker geʃchorn • vnd vff
herpelshens acker nichts abgeʃnid(en) oder do von hinweg
gefurt od(er) getrag(en) hoͤfft jme vmb ʃin zuʃproch nit
ʃchuldig zu ʃin er brechtz dan(n) by wie recht wer
Stuͤd von weg(en) hen herpels redt das er hab geben(n)
vmb Bartolmus acker / wer die zitt erß jme geben
hett ein wingart geweʃt ob er ʃither ein ack(er) darůß
gemacht hett ließ er alʃo berůwen aber er ʃagt wie
vor Jn ʃynem(m) zuproch / des mee dwil der widert(eil)
des kuts geʃtůnd hoͤfft er ʃoͤll jme die frucht vn-
billich abgezog(en) haben Bartolmůs brecht dan(n) bÿ

Übertragung

erhält Peter Münster Aufschub und seinen Termin in 14 Tagen um zu antworten.

Jörg Flach der Junge hat seinen Anspruch eingeklagt gegen Kon von Waldmannshausen und hat Pfänder benannt gemäß dem Buch.

Philipp Hirt fordert von Hengin Wentzgis 4 Gulden Schulden. Die hat Hengin Wentzgis anerkannt, binnen 14 Tagen zu geben.

Derselbe klagt Hengin Wentzgis an: Er hätte von ihm, Philipp Hirt, Haus, Hof, Wingert und Äcker. Die halte er nicht so im Bau, wie er es billiger Weise tun solle. Das schade ihm von Hengin 20 Gulden. Darauf erhält Hengin Wentzgis Aufschub und seinen Termin in 14 Tagen um darauf zu antworten.

Henne Ulmer von Bubenheim erkennt an, Henne Schneider von Bubenheim 2 ½ Malter Korn binnen 14 Tagen zu zahlen.

Hans Rampfuß für Bartholomäus Bender ließ die Klage öffnen, die Henne Herpel gegen ihn geführt hat. Und er sagt darauf: Sie beide hätten miteinander zwei Äcker getauscht. Darauf habe er seinen Acker abgeerntet und auf Henne Herpels Acker nichts abgeschnitten oder davon hinweg geführt oder weggetragen. Er hofft daher, ihm auf seine Klage nichts schuldig zu sein. Es sei denn, er bringe einen rechtmäßigen Beweis. Stude für Henne Herpel sagt: Er habe für den Acker von Bartholomäus gegeben. Der war zu der Zeit ein Wingert gewesen. Wenn er seitdem einen Acker daraus gemacht habe, dann ließe er es darauf beruhen. Aber er sagt wie zuvor in seiner Klage und weiter: Weil die Gegenseite den Tausch gestehe, so hofft er, er solle die Frucht unbilliger Weise genommen haben. Es sei denn, Bartholomäus brächte den Beweis,

Registereinträge

Acker (Acker)   –   Antwort (antworten)   –   Bau   –   Bender, Bartholomeus   –   Beweis (beweisen)   –   Bubenheim (Ort)   –   Buch (Gerichtsbuch)   –   Erfolgnis (erfolgen)   –   Erkenntnis (erkennen)   –   Ernte (ernten)   –   Flach, Jörg   –   Frucht   –   Gulden (fl)   –   Haus (Haus)   –   Herpel, Henne   –   Hirt, Philip   –   Hof (Hof)   –   Korn (Korn)   –   Kut   –   Malter   –   Muenster, Peter (von)   –   Oeffnungsvorgänge (bei Gericht)   –   Pfand (Unterpfand)   –   Rampfuß, Hans   –   Schneider, Henne (Winternheim)   –   Schub   –   Schuld (Schulden)   –   Tag (14-Tage-Frist)   –   Tausch   –   Ulmer, Henne   –   Waldmannshausen, Kon (von)   –   Wentzgis, Hengin (Henne)   –   Widerteil (Gegenpartei)   –   Wingert   –