Haderbuch Groß-Winternheim 1490-1502 

Bl. 143v

18.08.1496  / Donnerstag nach Invocavit

Transkription

{...}nem erkentnus nit nachkome ʃoͤll der ander
pfand vff jme erf(olg)t haben(n) diß iʃt zu allen teyln
v(er)bott als recht iʃt

Jtem hen ʃtroͤlin pet(er) ʃchere(r) Adam Ranʃel ʃtiln pet(er) contz
erk(enn)tnus be- behemer fruoffs hans hains heyntz vnd der alt hetzel
ʃcheen dielma(n) fihenherman(n) erkennen(n) dielman(n) kiddenheymern(n) lut
kitenheym(er) eins vßgeʃnidd(en) zettels das halb teyl zu ʃant jacobs
tag vnd michaelis das anderteyl welches ziel
ʃie nit hilt(en) das dan(n) dielma(n) od(er) ʃin jungh(er) vnd wer
das zutun hett ʃie darumb moͤcht pfend(en) als wer(e)n
ʃi mit allem recht(en) erwonnen(n) vnd Lut der zettel
alʃo wie nachvolgt

Anno etc xcvj vff donerstag nach vnnʃe(r) frauwen
wurtzwyhe
haben diel kettenheymer burg(er) zu oppenh(eim)
vnd diʃe nachgeʃchr(ieben) mitnamen(n) hen ʃtroͤlin pet(er) ʃchere(r)
adam von ranʃel Stiln pet(er) contz behem(er) fruoffs hans
hains heintz der alt/hen hetzell vnd fyhen herman(n)
nachlut vnd erkentnuͤs hut donerʃtag vorgericht
beʃcheen(n) gerechent vnd hait ʃich jnn der Rechenuͤng
fund(en) das die gedacht(en) p(er)ʃoͤn dem g(e)n(ann)t(en) dieln funffzig
funff gld xvj alb vj ß auch xx alb vnd zwen hlr
vor vnkoʃt(en) ʃchuldig bliben(n) vnd an der Rechenűng hab(e)n
beyd parthyen ein gnuͤg(en) gehabt vnd hie by ʃint geweʃt
ge(r)hart knebel hans flach vnd cleʃg(in) ʃnider der jung
vnd ʃint dÿʃer zettel zwen glichluden(d) eyn(er) űʃʃer dem
ander(e)n geʃnidd(en) der yde p(ar)thy eyn hait

Übertragung

Wolle er dem nicht gemäß der Anerkennung nachkommen, so solle der andere die Pfändung eingeklagt haben. Dies ist von beiden Teilen als Recht festgehalten worden.

Henne Strolin, Peter Scherer, Adam Ransel, Peter Still, Contz Beheimer, Hans Fruhoff, Heinz Han und der alte Hetzel und Hermann Fye erkennen an, Dielmann Kettenheimer gemäß einem Kerbzettel die Hälfte zu Jakobi und die andere Hälfte zu Michaelis zu zahlen. Und wenn ein Termin von ihnen nicht eingehalten würde, dann könne Dielmann oder sein Junker und wer das zu tun hätte, sie pfänden als hätte er das mit allen Rechten eingeklagt und dem nachkommen gemäß dem Zettel, der folgt:

Am Donnerstag 18. August 1496 haben Diel Kettenheimer, Bürger zu Oppenheim und diese folgenden: Henne Strolin, Peter Scherer, Adam von Ransel, Peter Still, Contz Beheimer, Hans Fruhoff, Hans Heinz, der alte Hezel und Hermann Fye gemäß der Forderung und dem Eingeständnis heute am Donnerstag vor Gericht abgerechnet. Und es hat sich in der Abrechnung gefunden, dass die genannten Personen dem genannten Diel noch 55 Gulden 16 Albus 6 Schilling und auch 20 Albus und 2 Heller für die Unkosten schuldig blieben. Und an der Abrechnung hatten beide Parteien ein Genügen. Und dabei waren Gerhard Knebel, Hans Flach und Clesgin Schneider der Junge. Und von diesem Zettel sind zwei gleichlautenden geschrieben und auseinandergeschnitten worden, damit jede Partei einen hat.

Registereinträge

Albus (alb)   –   Beheimer, Contz   –   Donnerstag   –   Flach, Hans   –   Frauentag Würzweihe   –   Fruhoff, Hans   –   Fye, Hermann   –   Gericht (Winternheim)   –   Gulden (fl)   –   Han, Heinz   –   Heller (hlr)   –   Hetzel, Hengin (Henne)   –   Hetzel, N. N.   –   Jakobstag (Jacobi)   –   Junker   –   Kerbzettel   –   Kettenheimer, Dielmann   –   Knebel, Gerhart   –   Michael (Michaelis)   –   Oppenheim (Stadt)   –   Partei   –   Pfand (Unterpfand)   –   Ransel, Adam (von)   –   Rechnung (Abrechnung)   –   Scherer, Peter   –   Schneider, Clesgin   –   Still, Peter   –   Strolin, Henne   –   verboten (Verbotung)   –   Zettel   –