Haderbuch Groß-Winternheim 1490-1502 

Bl. 110

07.07.1496  / Donnerstag nach Udalricus

Transkription

erf(olg)t Jdem erf(olg)t eboltg(en) vor ɉ gld vff ʃin jnrede

vff donerʃtag p(ost) vlricj

Jtem Johannes diel hait ʃin zweyten tag geheyʃch(e)n das buch zu breng(en)
gein megelßen iʃt jme ʃin zweyt tag geʃtalt zu xiiij tag(en)

Jtem her Conrat pherh(er) zu Swabenh(eim) hait ʃin 3 h getan vff den
Iungen hen vlmer ut p(ri)ma

Jdem 3 clag vff Emerich murern(n) ut p(rim)a

Jtem mychell ʃnid(er) hait ʃin zweyt(en) tag vort(er) geheyʃchen kond zufur(e)n
gein hen hoʃen iʃt jme ʃin 2 tag vort(er) geʃt(alt) zu xiiij tag(en)

Jtem Contz behem(er) hat ʃin 2 t(ag) vort(er) geheyʃchen kond zu fur(e)n
gein wernhers cleʃen(n) iʃt jme ʃin 2 t(ag) geʃt(alt) zu xiij t(agen)

Jtem wernh(er)s cles hait ʃich butig gemacht antw(or)t zugeben
cleʃgin beckern(n) iʃt jme t(ag) geʃt(alt) an dz nehʃt gericht

Jtem der jung cleʃg(in) buʃʃer v(er)hudt ʃin tag gein peter hinʃeln
t(ag) v(er)hutung) ʃynem Stieffʃone nach dem jne beyd(en) t(ag) geʃt(alt) was zu xiiij t(agen)
zu rechen daran dan(n) ʃin Stieffson nit benuͤgig wer jʃt jme t(ag)
geʃtalt an das nehʃt gericht Deʃglich(en) pet(er) hinʃeln auch

Jtem Stroͤlin der buddel hait ʃin xiiijt(en) tag v(er)hudt als er ʃin(er)
fryheit halb(en) ʃchub genomen Hatt Sniderhen kontʃchafft zugeben
iʃt jme tag geʃtalt an das nehʃt ger(ich)t

Jtem fruoffs hans vnd Stilnpet(er) hab(e)n ʃich butig gemacht wern-
hers cleʃen zu antw(or)t(en) iʃt jne t(ag) geʃtalt an das nehʃt gericht

Jtem wentzg(is) heng(in) macht ʃich butig wernhers cleʃen zu
antw(or)t(en) iʃt jme t(ag) geʃtalt an das nehʃte gericht

Jtem her Conrat mūll(er) vicarij vnd zinßhebe(r) des Styffts
momp(ar) ʃant Johann zu mentz hat anßhelm nebeln zu ʃynem momp(ar)
gemacht ʃin ʃchult zins vnd gult jn richs gericht jn zugewynn(en)

momp(ar) Jtem her pet(er) gelman vicarij des důmʃtyffts zu mentz hait zu
ʃynem momp(ar) gemacht Cleʃg(in) mullern(n) ʃin ʃchult zins vnd
gult zu richs gericht von ʃins altars weg(en) zu ʃant helerum zu
mentz / die jn zu gewynne(n) jne dar jnn zuu(er)gen vnd zuu(er) ʃten

Übertragung

Derselbe hat seinen Anspruch eingeklagt gegen Ewalt wegen ½ Gulden auf seine Gegenrede.

Donnerstag 7. Juli 1496

Johannes Diel hat seinen 2. Tag geheischen, das Buch beizubringen gegenüber Megel. Es ist ihm sein 2. Termin gesetzt in 14 Tagen.

Herr Conrad, Pfarrer zu Schwabenheim, hat seine 3. Heischung geführt gegen den jungen Henne Ulmer.

Derselbe hat seine 3. Klage erhoben gegen Emerich Maurer.

Michel Schneider hat seinen 2. Termin gefordert, Beweise beizubringen gegenüber Henne Hose. Es ist ihm sein 2. Termin gesetzt in 14 Tagen.## Contz Beheimer hat seinen 2. Termin gefordert, Beweise beizubringen gegenüber Cles Wernher. Es ist ihm sein 2. Termin gesetzt in 14 Tagen.

Cles Werner war bereit, zu antworten auf Clesgin Becker. Es ist ihm ein Termin gesetzt am nächsten Gericht.

Der junge Clesgin Buser hat seinen Tag gewahrt gegenüber Peter Hinsel, seinem Stiefsohn, nach dem ihnen beiden ein Termin gesetzt war in 14 Tagen, um abzurechnen. Daran hatte sein Stiefsohn kein Genügen. Es ist ihm ein Termin gesetzt am nächsten Gerichtstag, ebenso Peter Hinsel.

Strolin der Büttel hat seinen Termin gewahrt, als er wegen seiner Freiheit Aufschub genommen hat, bevor er gegenüber Henne Snider Auskunft gibt. Es ist ihm ein Termin gesetzt am nächsten Gerichtstag.

Hans Fruhoff und Peter Still waren bereit, auf Cles Wernher zu antworten. Es ist ihnen ein Termin gesetzt am nächsten Gerichtstag.

Hengin Wentzgis war bereit, auf Cles Wernher zu antworten. Es ist ihm ein Termin gesetzt am nächsten Gerichtstag.

Herr Conrad Müller, Vikar und Zinseinnehmer des Stifts St. Johann zu Mainz hat Anselm Nebel zu seinem Bevollmächtigten gemacht, ihm die Schulden, Zinsen und Gülten im Reichsgericht einzuziehen.

Peter Gelman, Vikar des Domstifts zu Mainz, hat Clesgin Müller zu seinem Bevollmächtigten gemacht, seine Schulden, Zinsen und Gülten im Reichsgericht einzuziehen für seinen Altar St. Hiliarius zu Mainz; die zu gewinnen und zu gehen und zu stehen

Registereinträge

Antwort (antworten)   –   Becker, Clesgin   –   Beheimer, Contz   –   Buch (Gerichtsbuch)   –   Buettel (Winternheim)   –   Buser, Clesgin   –   Diel, Johannes (Johan)   –   Donnerstag   –   Ebalt (Ebolt)   –   Einrede   –   Erfolgnis (erfolgen)   –   Freiheit   –   Fruhoff, Hans   –   Gelman, Peter   –   Gericht (Winternheim)   –   Guelte (Gülte)   –   Gulden (fl)   –   Heischung (h) (heischen)   –   Herren (Herrenstatus)   –   Hinsel, Peter   –   Hose, Henne (Hengin)   –   Konrad (Name)   –   Kunde (Kundschaft, Kundsage)   –   Mainz (Stadt)   –   Mainzer Domstift   –   Maurer, Emerich   –   Megel, Henne   –   Momber (Momberschaft)   –   Muller, Clesgin   –   Muller, Konrad   –   Nebel, Anshelm   –   Pfarrer   –   Reichsgericht, heiliges   –   Schneider, Henne (Winternheim)   –   Schneider, Michel   –   Schub   –   Schuld (Schulden)   –   Schwabenheim (Dorf)   –   St. Hilarius (Mainz)   –   St. Johann (Mainz)   –   Stiefsohn   –   Still, Peter   –   Strolin   –   Tag (14-Tage-Frist)   –   Tag wahren (verhüten)   –   Udalricus   –   Ulmer, Henne   –   Vikare   –   Wentzgis, Hengin (Henne)   –   Werner, Clese   –   Zins (Zins)   –   Zinsheber   –