Haderbuch Groß-Winternheim 1490-1502 

Bl. 062

29.01.1495  / Donnerstag nach conversio Pauli

Transkription

der ʃloͤʃʃe(r) durch ʃin furʃpr(echen) v(er)bott vnd gefragt in
S(e)n(tent)ia welcher zitt S(e)n(tent)ia in xiiij t(agen) bedarff er ʃin(er) tag vort(er)
vnd heyʃt die als recht iʃt ʃo gibt man(n) jme noch
zwey xiiij tag beheltlich dem widerteyl ʃin(er) jnrede
ambo v(er)bott

erk(ann)t Jtem Stiln(n) peter erk(enn)t cleʃgin webern(n) ein gld vnd ein ortt
in xiiij tagen

erk(ann)t Jtem Stiln peter erk(enn)t dem Schult(heiß) hans flach(e)n der nehʃten
abredung halb(en) berurn das huß do von er Hans flach(en) ein
ortt vnd ij gld gelts gebe vnd hie zuʃch(en) dem ander(e)n[a] nehʃt(en)
gericht mit jme zu rechen(n) was der vßʃtenden gult ʃij
vnd zu dem ʃelb(en) nehʃt(en) gericht zu erkenne(n) ʃolich vßʃtende
gult vßzuricht(en)

gel(engt) Zuʃch(en) hey̋ln müll(er) vnd philips hirt(en) ʃocij n(ost)ri iʃt jr
tag gelengt hie zuʃch(en) dem nehʃt(en) ger(icht) ʃic(ut) hodie

erf(olgt) p b Jtem Johannes dieler erf(olg)t Struben emeln den mull(er)
vffs buch vnd hat pfand beredt vff jme

nichil eʃt Jtem heynrich von kollen Schult(heiß) zu hedeßhey(m) hat ʃich
vacat verdingt als recht iʃt friederich flachen von Swartzenb(er)g
etc vacat

Übertragung

der Schlosser durch seinen Fürsprecher festhalten lassen und gefragt, wann. Urteil: In 14 Tagen und bedürfe er weitere Termine und fordere die, wie es Recht ist, so erhält er noch zweimal 14 Tage. Der Gegenseite den Einspruch vorbehalten. Beide festgehalten.

Peter Still erkennt an, dass er Clesgin Weber einen Gulden und ein Ort zahlen müsse binnen 14 Tagen.

Peter Still erkennt an, dem Schultheißen Hans Flach wegen der Absprache betreffend das Haus, von dem er Hans Flach ein Ort und 2 Gulden geben muss: Dass er bis zum nächsten Gerichtstermin mit ihm abrechnen muss, was an Gülte ausstehe und dass er am nächsten Gerichtstermin die ausstehende Gülte entrichten wird.

Zwischen Heil Müller und Philipp Hirt, unserem Mitschöffen, ist der Termin verschoben worden bis zum nächsten Gerichtstag.

Johannes Diel hat seinen Anspruch eingeklagt gegen Emel Strube den Müller und Pfänder gefordert gemäß dem Gerichtsbuch.

Heinrich von Kolle, Schultheiß zu Heidesheim, hat sich verpflichtet, für Friedrich Flach von Schwarzburg vor Gericht zu reden usw.

Registereinträge

Absprache   –   Buch (Gerichtsbuch)   –   Diel, Johannes (Johan)   –   Einrede   –   Flach, Hans   –   Flach von Schwarzenberg, Friedrich   –   Fuersprecher (Fürsprecher)   –   Gericht (Winternheim)   –   Guelte (Gülte)   –   Gulden (fl)   –   Haus (Haus)   –   Heidesheim (Ort)   –   Hirt, Philip   –   Koeln, Heinrich von   –   Mueller (Müller/Beruf)   –   Muller, Heil   –   Ort (Währung)   –   Pfand (Unterpfand)   –   Schlosser, Heinrich   –   Schoeffen (Gerichtsschöffen)   –   Schultheiß (Heidesheim)   –   Schultheiß (Winternheim)   –   sententia   –   Still, Peter   –   Strube, Emel   –   Tag (14-Tage-Frist)   –   verboten (Verbotung)   –   vertagen (Vertagung)   –   Weber, Clesgin   –   Widerteil (Gegenpartei)   –