Ober-Ingelheimer Haderbuch 1476-1484 

Bl. 128

11.12.1479  / Samstag nach Conceptio Marie

Transkription

3 h Jtem flucken cleʃe dut ʃin 3 h off kiczgin ut p(ri)ma

1 h Jtem kiczgin dut 1 h vor eyn gld vnd eyn orte off ʃtern
Criʃtin et om(n)ia

Jtem nach dem ped(er) ʃnade ʃich leʃtmals off konde geigen
Hans ʃtech den dufel gezogen Jnhalt des bűchs alʃo hait er
konde off hude zu geigen gehabt Jeckel ʃidendiʃteln / cleßgin
albrechten vnd ʃy(m)mon des luten ʃlegers ʃone beide von
tag geʃtalt nyed(er) hilberßheim des iʃt ýne allen tag geʃtalt an das
nehʃte gerichte das haint ʃie verbot

actu(m) off dinʃtag nach ʃant niclas tage

Jtem jonffrauwe fiel die aptiʃch(e)n ym(m) cloʃter dut yre 3 h off
3 h philipʃen vnd hans flachen von ʃwarczenb(er)g gebruder vnd
frauwe madlene(n) von fennyngen ut p(ri)ma

3 h Jtem cleʃe fiele dut ʃin 3 h off Conczgin praʃʃen ut p(ri)ma

actu(m) off ʃamßtag nach c(on)cept(i)o(n)is ma(r)ie

Jtem henne ʃtope hait cleʃe harwilern zu geʃproch(e)n nach dem
er off Cleʃen geheiʃch(e)n habe vnd cleʃe ʃýne(n) lijp vor ʃin gut
geʃtalt // ʃo ʃihe cleʃe yme ʃchuldig von philips henne wege(n)
ij lb vnd funff ß hlr Jerlicher gulten daß er ýme die nit
hen(ne) ʃtope gebe das ʃchade ýme x gld vnd heiʃt yme des eyn Ja ader
ney(n) dar off ʃagt cleʃe er habe güde ynne die ʃihen ýme
cleʃe har- word(e)n von concze hochheýmern ʃyme furfarn // nū habe hen(ne)
wiler Stope geheiʃch(e)n off alleß das er habe // befremde ýne // dan(n)
er habe yme nye keyn gulte geben // er wuße auch nűʃte das
er ynne habe // davo(n) er yme gult(en) geb(e)n ʃolle / vnd hofft henne
Stopen nűʃte ʃchuldig zu ʃin er brechte eß dan(n) bij als recht
iʃt / daß er etwas Jnhette da off er gulte hab(e)n ʃolt vnd ʃtilt
das zu recht henne ʃtope ʃagt nach lude ʃiner ʃchuldiguͤ(n)ge

Übertragung

Clese Fluck erhebt seine 3. Klage gegen Kitzgin.

Kitzgin erhebt seine 1. Klage wegen einem Gulden und einem Ort gegen Cristin Stern auf alles.

Nachdem Peter Schnade sich das letzte Mal auf Zeugen gegen Hans Steche den Dufel bezog gemäß dem Gerichtsbuch, hat er heute vor das Gericht gebracht Jeckel Seidendistel, Clesgin Albrecht und Simon, des Lautenschlägers Sohn, beide von Nieder-Hilbersheim. Denen allen ist ein Termin gesetzt worden am nächsten Gerichtstag. Dem haben sie zugestimmt.

Dienstag 7. Dezember 1479

Jungfrau Fiel, die Äbtissin des Klosters, erhebt ihre 3. Klage gegen Philipp und Hans Flach von Schwarzenberg, Brüder und Frau Madlene von Venningen.

Clese Fiel erhebt seine 3. Klage gegen Contzgin Prass.

Samstag 11. Dezember 1479

Henne Stope hat Clese Harwiler angeklagt, nachdem er gegen Clese geklagt habe und Clese seinen Leib vor sein Gut gestellt habe. So sei Clese ihm schuldig von Henne Philips wegen 2 Pfund und 5 Schilling Heller jährliche Gülte. Dass er ihm die nicht gebe, das schade ihm 10 Gulden. Und er fordert von ihm ein Ja oder Nein. Darauf sagt Clese: Er habe Güter inne, die habe er von Contze Hochheimer, seinem Vorfahren, geerbt. Nun habe Henne Stop geklagt gegen alles, was er habe. Das befremde ihn, denn er habe ihm nie eine Gülte gegeben. Er wüsste auch nicht, dass er etwas innehabe, von dem er ihm Gülte geben solle und hofft, Henne Stope nichts schuldig zu sein. Es sei denn, er brächte Gerichtsbeweise bei, dass er etwas innehätte, auf das er Gülte zu erhalten habe und legt das dem Gericht vor. Henne Stope sagt: Gemäß seiner Klage

Registereinträge

Aebtissinnen (Äbtissinnen)   –   Albrecht, Clesgin   –   Bruder (Brüder)   –   Conceptio Marie   –   Engelthal (Kloster)   –   Fiel, Clese   –   Flach von Schwarzenberg, Hans   –   Flach von Schwarzenberg, Philip   –   Fluck, Clese   –   Frau (Frau)   –   Guelte (Gülte)   –   Harwiler, Clese   –   Hochheimer, Contze   –   Jungfrau (Geweihte Jungfrau)   –   Kitzgin (Name)   –   Lautenschläger, der   –   Nieder-Hilbersheim (Dorf)   –   Ort (Währung)   –   Philip, Henne   –   Prass, Contzgin   –   Samstag   –   Schnade, Peter   –   Seidendistel, Jeckel   –   Simon (Name)   –   Steche, Hans, der dufel   –   Stern, Cristin   –   Stope, Henne   –   Venningen, Madlene von   –   Vorfahren   –