Ober-Ingelheimer Haderbuch 1476-1484 

Bl. 088

14.11.1478  / Samstag nach Martini

Transkription

p b Jtem hengin Rode hait p b an Jeckel von ʃiemern

p b Jtem adam wolff n(oʃte)r ʃoci(us) hait p b an hengin berne

p b Jtem hans von melpach hait p b an winwormen

erf(olgt) Jtem carppen cleßgin erf(olgt) hengin herne offs büch

Jtem windrűt peder buln ʃeligen witwen ʃagt ʃie habe der
kyrchen jars xiij ß vnd iij hlr gelts gegeb(e)n von eyme fer-
offgeʃagt tel wingarts vngev(er)lich gelegen aym nonne(n) phade gefor
hengin Růtßs vnd(e)n zű der weg ob(e)n zu ʃoliche gűlte hait
ʃie hinder gericht gelacht vnd auch geoffent der kyrchen
vnd hait do myt den vorgeʃchr(iben) wingart off geʃagt(en)
vnd das verbot das hait das gericht laiß(e)n geʃcheen
off recht

erk(annt) Jtem heincze driele erk(ennt) bűerhenne(n) von wack(er)nheim j gld
zu geb(e)n in xiiij tag(en) ʃi no(n) p erf(olgt)

1 h Jtem diemen henne dut 1 h vor xiiij ß gelts off Criʃtin
henne manbachs ʃelig(en) witwen et om(n)ia

1 h Jtem cleʃe ʃtorczkoppe der alde dut 1 h vor ey(n) lb gelts
off conczgin dincklern et om(n)ia

erk(annt) Jtem conczgin dinckler erk(ennt) hans flűcken xxiiij ß zu
geb(e)n in eyme maende ʃi no(n) p erf(olgt)

gelengt Jtem zuʃch(e)n henne hauborn von Jngelnhey(m) vnd ʃtern cleʃen
iʃt gelengt noch hude zu fier wochen ʃic hodie

erf(olgt) Jtem brantßs gerhart er(olgt) fauts dýnen vor ij gld

Actu(m) off ʃamßtag nach ʃant Martins tage

2 h Jtem cleʃe raűp vnʃer mit ʃcheffen geʃelle dut ʃin 2 h
off hengin melma(n) ut p(ri)ma

erk(annt) Jtem conczgin von geilnhuʃen erk(ennt) e(m)meln jn der offhoben
iiij gld off rechnú(n)ge zu geb(e)n in xiiij tag(en) ʃi no(n) p erf(olgt)

Übertragung

Hengin Rode hat Pfändung gefordert gegen Jeckel von Simmern.

Adam Wolff, unser Mitschöffe, hat Pfändung gefordert gegen Hengin Ber.

Hans von Melpach hat Pfändung gefordert gegen Winworm.

Clesgin Karpe hat seinen Anspruch ins Gerichtsbuch eintragen lassen gegen Hengin Ber.

Windrut, die Witwe Peter Buls sagt, sie habe der Kirche jährlich 13 Schilling und 3 Heller Geld gegeben von einem Viertel Weinberg gelegen am Nonnenpfad, oberhalb von Hengin Rut, unterhalb des Weges. Diese Gülte hat sie am Gericht hinterlegt und der Kirche geöffnet. Damit hat sie den Weinberg aufgesagt und das festhalten lassen. Das hat das Gericht geschehen lassen, wie es Recht ist.

Heinz Driel erkennt an, Henne Bauer von Wackernheim einen Gulden zahlen zu müssen binnen 14 Tagen. Wenn nicht erfolgt die Pfändung.

Henne Diem erhebt seine 1. Klage wegen 14 Schilling Geld gegen Cristin, die Witwe Henne Manbachs, auf alles.

Clese Stortzkopp der Alte erhebt seine 1. Klage wegen 1 Pfund Geld gegen Contzgin Dinckler auf alles.

Contzgin Dinckler erkennt an, Hans Fluck 24 Schilling zahlen zu müssen in einem Monat. Wenn nicht erfolgt die Pfändung.

Zwischen Henne Haubor von Ingelheim und Clese Stern ist der Termin verschoben worden auf heute in 4 Wochen.

Gerhart Brand verklagt Dyne Faut auf 2 Gulden.

Samstag 14. November 1478

Clese Raub, unser Mitschöffe, erhebt seine 2. Klage gegen Hengin Melman.

Contzgin von Gelnhausen erkennt an, Emmel in der Uffhub 4 Gulden gegen Rechnung zahlen zu müssen binnen 14 Tagen. Wenn nicht erfolgt die Pfändung.

Registereinträge

Aufsagung (aufsagen)   –   Bauer, Henne   –   Ber, Hengin (Henchin)   –   Brand, Gerhart   –   Bul, Peter   –   Bul, Windrut   –   Diem, Henne   –   Dinckler, Contzgin   –   Driel, Heinz   –   Emmel in der Uffhub   –   Faut, Dyne   –   Fluck, Hans   –   Gelnhausen, Contzgin von   –   Guelte (Gülte)   –   Haubor, Henne   –   Ingelheim (Dorf)   –   Karpe, Clesgin   –   Manbach, Cristin   –   Manbach, Henne   –   Martinstag (Martini)   –   Melman, Hengin   –   Melpach, Hans von   –   Monat   –   Nonnenpfad   –   Raub, Clese   –   Rechnung (Abrechnung)   –   Recht (gleiches)   –   Rode, Hengin   –   Ruts, Hengin   –   Samstag   –   Simmern, Jeckel (von)   –   Stern, Clese   –   Stortzkopp, Clese   –   Uffhub   –   Viertel   –   Wackernheim (Ort)   –   Wingert (Weingarten)   –   Winworm, N. N.   –   Wolff von Sponheim, Adam   –