Ober-Ingelheimer Haderbuch 1476-1484 

Bl. 085v

31.10.1478  / Samstag vor Omnium sanctorum

Transkription

1 h Jtem henne erken(n) dut 1 h vor ij gld gelts off Jeckel ʃtam
men vnd ʃnyd(er)hen(ne) Jeckeln den Jongen et om(n)ia

/p/ v(er)keiffe(n) Jtem hilczenkett ʃall die phande mit kontʃchafft des ge-
richts verkeiffen ut mor(is) eʃt

Jtem Hans / godtfarts von ʃtockheimß hoffman(n) erk(ennt) ped(er) bend(er)n
erk(annt) xxv alb vnd den gerichts ʃchad(e)n dar off gang(e)n / uß zű
riechten zuʃch(e)n ʃant martins tage ʃi no(n) p erf(olgt)

Jtem nach dem henne erken(n) ʃin fierde h jn
maiß(e)n die erʃte gelut / off Jeckel Carppen gethan / alʃo
offgeholt(en) hait er die gude vnd vnd(er)phande nach lude ʃiner h
off geholt(en) vnd das verbot vnd der ʃcholteß hait yme
ban(ne) vnd freden dar ober gethan das hait er auch verbot

1 h Jtem cleʃe ʃtorczkoppe der alde dut 1 h vor iɉ gld gelts
off hengin melma(n) et om(n)ia

erf(olgt) Jtem cleʃe von ʃprendlingen erf(olgt) Hanʃen vo(n) melpach offs b[uch]

Jtem nach dem ʃich ʃcher(er)hen(ne) leʃtmals vor gericht / geigen
Joh(ann)es faut(en) off konde / nemlich philips buʃern vnʃern
ʃcholteß(e)n vnd mit ʃcheffen geʃellen bezogen // den hait
ʃcher(er( hen(ne) er vor den dryhern myt recht erlangt vnd iʃt diß ʃin
konde ʃage wie daß er mitʃampt Paůwels Beck(er)n ʃelig(en) do bij
geweʃt(en) / daß ʃie die b(e)n(ann)t(en) ʃcher(er)hen(ne) vnd Joh(ann)es faűten
vereynt(en) / alʃo / daß Joh(ann)es vnd ʃin huʃfrauwe vor gericht
gehen ʃolten vnd ʃcher(er)hen(ne) erkenne(n) / das felt do die
funffe ß gelts Jnhalt anʃprache vnd antwort off ʃtehent
der ʃelb(en) gulte zu entledigen vnd frij zinʃen[a] zu machen die
ʃage hait ʃcher(er)hen(ne) verbot

Actu(m) off ʃamßtag nach ʃant Lucas tage

4 h Jtem her Conrat der phern(er) zu ʃwabenheim dut ʃin
fierde h off peder ma(n)delman ut p(ri)ma

Act(um) off ʃamßtag vor om(nium) ʃ(anc)tor(um)

[a] Unsichere Lesung.

Übertragung

Henne Ercker erhebt seine 1. Klage wegen 2 Gulden Geld gegen Jeckel Stamm und Jeckel Schneiderhenne den Jungen auf alles.

Kett Hiltz soll die Pfänder mit Wissen des Gerichts verkaufen, wie es üblich ist.

Hans, der Hofmann Godtfarts von Stockheim, erkennt an, Peter Bender 25 Albus und die Gerichtskosten, die davon rühren, bis St. Martin zu zahlen. Wenn nicht erfolgt die Pfändung.

Nachdem Henne Ercker seine 4. Klage gegen Jeckel Karpe getan hat, hat er die Gülte und die Pfänder gemäß seiner Klage eingezogen und das festhalten lassen. Der Schultheiß hat ihm Bann und Frieden darüber gemacht. Das hat er auch festhalten lassen.

Clese Stortzkopp der Alte erhebt seine 1. Klage wegen 1½ Gulden Geld gegen Hengin Melman auf alles.

Clese von Sprendlingen hat seinen Anspruch ins Gerichtsbuch eintragen lassen gegen Hans von Melpach.

Henne Scherer berief sich zuletzt vor Gericht gegen Johannes Faut auf Zeugen, nämlich auf Philipp Buser, unseren Schultheißen und Mitschöffen. Diesen ließen die Dreier zu. Und dies ist seine Aussage, wie er mitsamt dem verstorbenen Paul Becker dabei gewesen sei, als die genannten Henne Scherer und Johannes Faut sich einigten, dass Johannes und seine Frau vor Gericht gehen sollten und gegenüber Henne Scherer anerkennen, dass sie das Feld, auf dem die 5 Schilling Geld liegen, frei von der Gülte machen sollen. Das hat Henne Scherer festhalten lassen.

Samstag 24. Oktober 1478

Herr Konrad, der Pfarrer zu Schwabenheim, erhebt seine 4. Klage gegen Peter Mandelman.

Samstag 31. Oktober 1478

Registereinträge

Allerheiligentag   –   Bender, Peter   –   Buser, Philip   –   Dreiergremium (Dreier)   –   Ercker, Henne   –   Faut, Johannes   –   Feld (Acker)   –   Guelte (Gülte)   –   Hans (Name)   –   Hiltz, Kette   –   Hofmann (Tätigkeit)   –   Karpe, Jeckel   –   Konrad (Geistlicher)   –   Luce evangeliste   –   Mandelmann, Peter   –   Melman, Hengin   –   Melpach, Hans von   –   mos (moris)   –   Pfarrer (Ingelheimer Grund)   –   Samstag   –   Scherer, Henne (Hengin, Henchin)   –   Schneiderhenne, Jeckel   –   Schwabenheim (Dorf)   –   Sprendlingen, Clese von   –   Stamm, Jeckel   –   Stockheim, Godfart von   –   Stortzkopp, Clese   –