Ober-Ingelheimer Haderbuch 1476-1484 

Bl. 039v

23.08.1477  / Samstag vor Bartholomeus

Transkription

yme ban(ne) vnd freden dar ober gethan das hait er auch v(er)bot

Jdem hait off geholt(en) off drubein ʃoliche gude vnd vnd(er)pha(n)
de ʃin her(e)n ligent vor xvj ß gelts nach lude der briffe
offgeholt dar ober ʃagende vnd hait das verbot vnd der ʃcholtes
hait yme ban(ne) vnd freden dar ober gethan das hait er
auch verbot

Jdem hait offgeholt(en) off karlen von ʃweden ʃoliche gude vnd
vnd(er)phande ʃin her(e)n obg(enan)nt(en) ligent vor funffe gulde(n) gelts
offgeholt(en) frij gulte nach lude eynßs gericht briffs dar ober ʃagen
vnd hait das verbot vnd der ʃcholtes hait yme ban(ne) vnd
freden dar ober gethan das hait er auch verbot

erf(olgt) Jtem Jeckel drappe erf(olgt) peder wolenbern offs bűch

erf(olgt) Jtem enders drappe erf(olgt) den moller Jn der orenbrucke(n)
vor xvj alb

Actu(m) off ʃamßtag nach Laurencij

Jtem Joh(ann)es Luher alsuo(n) mo(m)perʃchafft wegen der aptiʃchen
4 clage vnd Couent zu ʃant klaern zu mencze dut ʃin 4 clage
off greden von oiʃterich hengin enders ʃelig(en) witwen
ut p(ri)ma

Actu(m) off ʃamßtag vor bartholmei

1 clage Jtem her Johan beynling dut 1 clage vor iij malt(er) korns
heiptgelt vnd x gld ʃchaden off ebert feczern et om(n)ia

Jtem ancze duppengießer als vo(n) mo(m)perʃchafft wegen wil-
helm von Sʃwalbachs dut ʃin fierde h off Johan
4 h von Richenʃtein Jn maiß(e)n die erʃte gelut(en) hait vnd
hait die gude vnd vnd(er)phande nach lude ʃyner h
offgeholt offgeholt(en) vnd das verbot / vnd der ʃcholtes hait yme ban(ne)
ban(ne) vnd vnd freden dar ober gethan das hait er auch verbot
freden

Jtem nach dem Joh(ann)es Luher alsuo(n) mo(m)perʃchafft wegen d(er)
aptiʃchen vnd Couent zu ʃant klaern zu mencze ʃin fierde

Übertragung

ihm Bann und Frieden darüber gemacht. Das hat er auch festhalten lassen.Ebenso hat er von Drubein die Güter und Pfänder eingezogen, die seinen Herren nach Aussage der Urkunde für 16 Schilling Geld zustehen und hat das festhalten lassen. Der Schultheiß hat ihm Bann und Frieden darüber gemacht. Das hat er auch festhalten lassen.

Ebenso hat er eingezogen von Karl von Sweden solche Güter und Pfänder, die seinen Herren für 5 Gulden freie Gülte nach Aussage der entsprechenden Gerichtsurkunde zustehen und hat das festhalten lassen. Der Schultheiß hat ihm Bann und Frieden darüber gemacht. Das hat er auch festhalten lassen.

Jeckel Drapp hat seinen Anspruch ins Gerichtsbuch eintragen lassen gegen Peter Wolenberg.

Enders Drapp verklagt den Müller in der Ohrenbrücke auf 16 Albus.

Samstag 16. August 1477

Johannes Luher erhebt als Vertreter der Äbtissin und des Konvents von St. Klara zu Mainz seine 4. Klage gegen Grede von Östrich, die Witwe Hengin Enders.

Samstag 23. August 1477

Herr Johann Beinling erhebt seine 1. Klage wegen 3 Malter Korn Hauptschuld und 10 Gulden Gerichtskosten gegen Ebert Fetzer auf alles.

Antze Duppengießer erhebt als Vertreter Wilhelms von Schwalbach seine 4. Klage gegen Johann von Reichenstein und hat die Güter und Pfänder gemäß seiner Klage eingezogen und das festhalten lassen. Der Schultheiß hat ihm Bann und Frieden darüber gemacht. Das hat er auch festhalten lassen.

Nachdem Johannes Luher als Vertreter der Äbtissin und des Konvents von St. Klara zu Mainz seine 4.

Registereinträge

Aebtissinnen (Äbtissinnen)   –   Bann und Frieden (Paarformel)   –   Bartholomäustag   –   Beinling, Johan   –   Brief (Urkunde)   –   Drapp, Enders (Endres)   –   Drapp, Jeckel   –   Drubein, N. N.   –   Duppengießer, Antze   –   Enders (Endres), Hengin   –   Fetzer, Ebert   –   Gerichtsbrief   –   Guelte (Gülte)   –   Konvent   –   Korn (Getreide)   –   Laurentius (Datumsangabe)   –   Luher, Johannes   –   Mainz (Stadt)   –   Malter   –   Mueller in der Ohrenbrücke, der   –   Oestrich, Grede von   –   Ohrenbrücke   –   Reichenstein, Johan von   –   Samstag   –   Schwalbach, Wilhelm von   –   St. Klara (Mainz)   –   Sweden, Karl von   –   urkunden (Urkunde)   –   Witwe   –   Wolenber, Peter   –