Wackernheimer Haderbuch 1472-1501 

Bl. 005v

27.01.1473  / Mittwoch nach conversio Pauli

Transkription

ýme die furt(er) ʃtillen noch zu czweyen xiiij tagen das haint ʃie v(er)bot

Jtem peder halgart(er) erk(ennt) Remßen clas xxiij lb zű geb(e)n
erk(annt) alʃuo(n) haűbers wegen // des habers halb(e)n zu mencze / an diele
ʃcher(er)n vnd wes er des bezalt(en) hait / das ʃall yme abegeh(e)n vnd
ʃall die bezalűnge thune in xiiij tag(en) das hait clas verbot

erk(annt) Jtem henne grűʃe erk(ennt) Remßen claʃen ɉ gld off rechnű(n)g
zu geb(e) in xiiij tag(en) ʃi no(n) p erf(olgt)

erk(annt) Jtem peder halgart(er) erk(ennt) peder Rűhen alʃuo(n) der kyrchen wegen
ix lb off rechnű(n)ge zu geb(e)n in xiiij tag(en) ʃi no(n) p erf(olgt)

erk(annt) Jtem knobelochs henne erk(ennt) Remßen claʃen j gld off
rechnu(n)ge zu geb(e)n in xiiij tag(en) ʃi no(n) p erf(olgt)

erk(annt) Jtem peder halgart(er) erk(ennt) becker henne(n) vj alb off rechnu(n)ge
zű geb(e)n in xiiij tag(en) ʃi no(n) erf(olgt)

Jtem peder halgarter hait ʃiegels heincze zu geʃproch(e)n / wie
daß er ʃiner ʃweger iij ß gelts geb(e)n habe vnd heiʃt / yme des
halgart(er) ey(n) Ja ader ney(n) / obe er das alʃo gethan habe ader nit / Dar off
hait heincze ey(n) friʃte geno(m)me(n) xiiij tage / nach dem er ey
ʃiegels heýncz ʃcheffen vnd des auch macht hait

Jtem Remßen clas hait zu geʃproch(e)n heryngen vnd heinczgen
haʃen / wie daß er habe eyne(n) knaben gehabt der habe yme zű
Remße(n) clas gehoret / dem habe er eyn felt kaufft / do habe heryng gerett
heryng yne bij dem felde zu behalten / vnd heiʃt yne des eyn Ja ad(er) ney(n)
heinczgin obe die redden alʃo geʃcheen ʃihen ader nit // Dar off ʃagen heryng
vnd heinczen ʃie wißen nűʃte dauo(n) vnd wes er ʃie wider anlange
des ʃihen ʃie vnʃchuldig // die vmʃcholt iʃt geʃtalt noch hude zű
xiiij tagen das haint ʃie alle verbot

Actu(m) off mytwoch nach c(on)uerʃio(nis) ʃ(anc)ti pauli

Jtem her heinrich wolff Rytter hait momp(er) gemacht pet(er)n vnʃ(er)m
momp(er) gericht ʃchriber ýme ʃin ʃcholt vnd gulte ym(m) Ryche ynne zu ge-
wynne(n) bijß off ʃin widd(er)ruffen

erk(annt) Jtem gȳʃʃeln Cleʃe erk(ennt) Emerich(e)n vnʃ(er)m ʃcholteß(e)n vnd myt
ʃcheffen geʃelle iij gld vnd eyn ort zu geb(e)n in xiiij t(agen) ʃi no(n) p erf(olgt)

Jtem Jorgen neʃe erk(ennt) jdem j gld eyn ort zu geben Jn
xiiij tagen ʃi no(n) p erf(olgt)

no(n) Reűeni(r)e Jtem die vnʃcholt zuʃch(e)n heryngen vnd Remßen claʃen ʃall nýt
widder an gericht ko(m)men das herýng verbot

erk(annt) Jtem henne becker erk(ennt) karlen meczlern xviij ß off rechnu(n)g
zu geb(e)n Jn eyme maende ʃi no(n) p erf(olgt)

Übertragung

ihm weitere zwei weitere zu jeweils 14 Tagen festsetzen. Das haben sie bei Gericht festgehalten.

Peter Halgart sagt zu, Clas Remß für Haubor 23 Pfund zu geben, wegen des Hafers zu Mainz für Diel Scherer. Was er dafür bezahlt hat, das soll ihm abgezogen werden. Er soll die Bezahlung in 14 Tagen vornehmen. Das hat Clas bei Gericht festgehalten.

Henne Gruse sagt zu, Clas Rems ½ Gulden auf Rechnung in 14 Tagen zu geben. Geschieht dies nicht, erfolgt die Pfändung.

Peter Halgart sagt zu, Peter Ruhe für die Kirche 9 Pfund auf Rechnung in 14 Tagen zu geben. Geschieht dies nicht, erfolgt die Pfändung.

Henne Knoblauch sagt zu, Clas Remß 1 Gulden auf Rechnung in 14 Tagen zu geben. Geschieht dies nicht, erfolgt die Pfändung.

Peter Halgart sagt zu, Henne Becker 6 Albus auf Rechnung in 14 Tagen zu geben. Geschieht dies nicht, erfolgt die Pfändung.

Peter Halgart hat Heinz Siegel beschuldigt, er habe seiner Schwägerin 3 Schillinge Geld gegeben und fordert von ihm ein Ja oder Nein, ob er das getan habe oder nicht. Darauf hat Heinz einen 14-tägigen Aufschub genommen, nachdem er einen Schöffen und Vollmacht dazu hat.

Clas Remß beschuldigt Hering und Heinz Hase, er habe einen jungen Burschen, der habe zu ihm gehört, dem habe er ein Feld gekauft. Da habe Hering gesagt, ihn bei dem Feld zu bewahren. Clas fordert ein Ja oder ein Nein, ob die Reden so geschehen seien oder nicht. Darauf sagen Hering und Heintz, sie wüssten nichts davon und weshalb er sie belange, daran seien sie unschuldig. Die Unschuld gilt von heute an 14 Tage. Das haben sie alle bei Gericht festgehalten.

Mittwoch, 27. Januar 1473

Herr Heinrich Wolff, Ritter, hat Peter, unseren Gerichtsschreiber, zum Momber gemacht, für ihn bis auf Widerruf seine Schuld und Gülten im Reich einzufordern.

Clas Gissel sagt zu, Emerich, unserem Schultheißen und Mitschöffen, 3 Gulden und 1 Ort in 14 Tagen zu geben. Geschieht dies nicht, erfolgt die Pfändung.

Nese Jorge sagt zu, demselben 1 Gulden und 1 Ort in 14 Tagen zu geben. Geschieht dies nicht, erfolgt die Pfändung.

Die Unschuld zwischen Hering und Clas Remß soll nicht wieder an das Gericht kommen. Das hat Hering bei Gericht festgehalten.

Henne Becker sagt zu, Karl Metzler 18 Schilling auf Rechnung in einem Monat zu geben. Geschieht dies nicht, erfolgt die Pfändung.

Registereinträge

Becker, Henne   –   Conversio Pauli   –   Engelstadt, Emerich von   –   Feld (Acker)   –   Gerichtsschreiber (Reichsgericht)   –   Gissel, Clas (Clese)   –   Gruse, Henne   –   Guelte (Gülte)   –   Hafer   –   Halgarten, Peter   –   Hase, Heinz   –   Hering, N. N.   –   Ingelheimer Reich   –   Jorge, Nese   –   Knabe   –   Knoblauch, Henne   –   Mainz (Stadt)   –   Metzler, Karl (der)   –   Mittwoch   –   Monat   –   Olm, Peter von   –   Ort (Währung)   –   Rechnung (Abrechnung)   –   Remß, Clas   –   Ruhe, Peter   –   Scherer, Diel   –   Schwaegerin (Schwägerin)   –   Siegel, Heinz   –   Unschuld (unschuldig)   –   Wolff von Sponheim, Heinrich   –