Nieder-Ingelheimer Haderbuch 1468-1485 

Bl. 273

27.02.1484  / Freitag nach Kathedra Petri

Transkription

Jtem Ebert von Winheim(m) erk(ennt) crafft(en) ib(ide)m iij gld ɉ m(a)l(te)r k(orn)
jn xiiij t(agen) ʃi non tu(n)c pf(and)

Jtem Thomas hengin erk(ennt) cleßgin drappe(n) j gld iij albus
jn xiiij t(agen) ʃi non tu(n)c pf(and)

Erk(annt) Jtem Bartelmes cleß in Winheim erk(ennt) Romps cleʃen dem
Scholth(eißen) ib(ide)m j gld Xiij alb jn xiiij t(agen) ʃi no(n) tu(n)c pf(and)

Jtem wille(r)ichs Jeck(el) erk(ennt) Erkels kett(en) xviij ß iij hlr
jn xiiij t(agen) ʃi no(n) t(un)c pf(and)

Jtem dornhenn von winheim erk(ennt) Er pet(er) anth(is) dem alt(en)
iij alb off rech(nung) jn xiiij t(agen) ʃi no(n) tu(n)c pf(and)

Jtem hen haubor erk(ennt) dem Spittelmeinʃt(er) viij gld jnn
xiiij t(agen) ʃi non tu(n)c pf(and)

Jtem Jeck(el) drap • p • b • off wien(er) henne(n)

Actu(m) of fritag p(os)t kathe(dra) petrj

Jtem Rincleʃe hat ʃin and(er)n tag geheiʃch(e)n geg(e)n anthis
wolffen(n) ʃin kuntʃchafft zufűrn

Jtem peter Strohecker hat ʃin vnʃcholtt v(er)huͦtt geg(e)n Bock(en)
iʃt yme geʃtalt ad p(ro)ximu(m) iudiciu(m)

Joh(ann)es fabri ex (par)te

momp(er) Jtem her peder Rode hat Jacop ʃcherr(er)n von vlme momp(er) gemacht
als recht iʃt jme ʃin ʃcholt vnd gult jm Rich jnzugewynnen
mit off ʃin widderuff(en) daß hat Jacob v(er)bot

Übertragung

Ebert von Weinheim erkennt an, Krafft von Weinheim 3 Gulden und ½ Malter Korn zahlen zu müssen in 14 Tagen, wenn nicht erfolgt die Pfändung.

Hengin Thomas erkennt an, Clesgin Drapp 1 Gulden 3 Albus zahlen zu müssen in 14 Tagen, wenn nicht erfolgt die Pfändung.

Clese Bartholomäus in Weinheim erkennt an, Clese Romp, dem Schultheißen ebenda, 1 Gulden 13 Albus zahlen zu müssen in 14 Tagen, wenn nicht erfolgt die Pfändung.

Jeckel Wilderich erkennt an, Ketgin Ercker 18 Schilling Heller zahlen zu müssen in 14 Tagen, wenn nicht erfolgt die Pfändung.

Henne Dorn von Weinheim erkennt an, Peter Anthes dem alten 3 Albus gegen Rechnung zahlen zu müssen in 14 Tagen, wenn nicht erfolgt die Pfändung.

Henne Haubor erkennt an, dem Spitalmeister 8 Gulden zahlen zu müssen in 14 Tagen, wenn nicht erfolgt die Pfändung.

Jeckel Drapp hat Pfändung gefordert gegen Henne Wiener.

Freitag 27. Februar 1484

Clese Ryne hat seinen zweiten Termin gefordert, die Kundschaft beizubringen gegen Anthis Wolff.

Peter Strohecker hat seine Unschuld gewahrt gegen Bock. Es ist ihm ein Termin gesetzt am nächsten Gerichtstag.

Johannes Fabri.

Peter Rode hat Jakob Scherer von Olm zu seinem Vertreter gemacht, wie es Recht ist, ihm seine Schulden und Gülten im Reich einzuziehen bis auf seinen Widerruf. Das hat Jacob festhalten lassen.

Registereinträge

Anthes, Peter   –   Back, N. N.   –   Bartholomäus, Clese   –   Cathedra Petri   –   Dorn, Henne   –   Drapp, Clesgin (Clese)   –   Drapp, Jeckel   –   Ercker, Ketgin (Kette)   –   Fabri, Johannes   –   Freitag   –   Guelte (Gülte)   –   Haubor, Henne   –   Ingelheimer Reich   –   Korn (Getreide)   –   Kunde (Kundschaft, Kundsage)   –   Malter   –   Olm (Ort)   –   Rechnung (Abrechnung)   –   Rode, Peter   –   Romp, Clese   –   Ryne (Rhein), Clese (am)   –   Scherer, Jakob   –   Spitalmeister   –   Strohecker, Peter   –   Thomas, Hengin (Henchin)   –   Weinheim (Frei-Weinheim)   –   Weinheim, Ebert von (zu)   –   Weinheim, Krafft von   –   Widerruf   –   Wiener, Henne   –   Wilderich, Jeckel   –